Im Rahmen des Regelunterrichts erfolgt die Sprachförderung im Wesentlichen integrativ. Dies ist Aufgabe jeder (Fach-)Lehrkraft, die dafür Sorge trägt, dass die Schülerinnen und Schüler die erforderlichen sprachlichen Mittel erwerben können, die sie benötigen, um die vielfältigen Lernsituationen zu bewältigen.

Die sprachlichen Fertigkeiten der Lerngruppe müssen bekannt sein, durch die Ergebnisse der Diagnoseinstrumente, durch subjektive Lehrereinschätzung und durch die Beratung in Fallkonferenzen. Hinzu kommen die sprachlichen Besonderheiten des Lerngegenstandes, die vor allem im Fachunterricht Berücksichtigung finden müssen.

Den sprachlichen Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler, wie Hörverstehen, Lesestrategien, mündlicher Sprachgebrauch und schriftsprachliche Fertigkeiten, ist mit den geeigneten Methoden und Sozialformen zu begegnen. Dazu gehören das individualisierte Lernen, kooperative Lernformen, Helfersysteme, aber auch das Plenum. Die Lehrkräfte müssen über Kompetenzen verfügen, um individuelle sprachliche Lernprozesse begleiten zu können.

Aufgrund der Lernausgangslage werden sprachliche Ziele abgeleitet und eine dafür geeignete Unterrichtsgestaltung geschaffen. Die Individualität der Schülerinnen und Schüler muss wahrgenommen und ihre Lebenswelt miteinbezogen werden. Der Austausch der Lehrkräfte von Erfahrungen und gegenseitige Hilfe ist ein Garant für den Erfolg der Sprachförderung. Die Schülerinnen und Schüler sollen folgende Kompetenzen erwerben: Sie reflektieren den eigenen Lernprozess, sie legen Lernziele in unseren Kompetenzrastern fest, schätzen den eigenen Leistungsstand ein, sie verfügen über geeignete Lernstrategien und Arbeitsmethoden und sie nutzen moderne Medien adäquat.

Kinder, die in der Diagnose ein unsicheres Leistungsergebnis erzielen und schon an der additiven Förderung teilgenommen haben, erhalten einen individuellen Förderplan für die integrative Sprachförderung. Dieser wird von der Klassen-/ Deutschlehrkraft geschrieben und im Jahrgangsteam besprochen.